19 Ayahuasca Fragen & Antworten

Teil 1: Geschrieben vor meinem Retreat in Peru. Teil 2 wird in einigen Wochen folgen

Bevor ich in diese Frage / Antwort Session einsteige, möchte ich kurz ein paar Worte zum Thema los werden.

Solltest du, wie viele andere im deutschsprachigen Raum, noch nie von Ayahuasca gehört haben, dann ist dies kein Wunder. Auf meiner Weltreise treffe ich jedoch überall Menschen, die bereits tolle Erfahrungen damit gemacht haben, oder die es als ganz normal erachten, mit Ayahuasca zu arbeiten um Ängste, Traumata und blockierte Emotionen zu lösen. Gerade in Südamerika bestätigt sich diese Offenheit mit der traditionellen Medizin.

Hintergrund für diesen Artikel ist meine anstehende Reise nach Peru. Im tiefsten Dschungel halten dort indigene Völker seit Urzeiten Zeremonien mit Ayahuasca ab. In Europa war uns dies lange völlig fremd, doch mittlerweile schwappt die Tradition auch zu uns über. Persönlich würde ich eine solche Erfahrung niemals in einer hektischen Stadt in Europa machen, deshalb reise ich nach Iquitos an den Amazonas. 

Solltest du an meinen persönlichen Beweggründen dazu interessiert sein, möchte ich dich gerne auf die Folge 13 des Prinzipien Podcast verweisen. 

Ansonsten findest du hier 19 spannende Fragen und Antworten, rund um die „Pflanze der Geister“! 

Was ist Ayahuasca?

Ayahuasca (übersetzt: „Pflanze der Geister“) ist eine traditionelle von Amazonasvölkern benutzte Medizin in Form eines Getränks. Es setzt sich in dieser traditionellen Form aus zwei Pflanzen zusammen: 

  1. Die Liane Banisteriopsis caapi
  2. Eine weitere Pflanze, welche den Wirkstoff DMT (Dimethyltryptamin) enthält. Dies kann etwa der Kaffeestrauch Psychotria viridis sein.

Während DMT etwa für Halluzinationen verantwortlich sein kann, ist die Liane notwendig, um den raschen Abbau von DMT im Körper zu verlangsamen. 

Woher stammt Ayahuasca?

Traditionell aus Südamerika. Verschiedene Amazonasvölker nutzen sie seit Jahrhunderten in Zeremonien als Medizin.

Ist Ayahuasca eine Droge oder Medizin?

Nun, das hängt von der Definition und der Anwendung ab. Die UNO definiert alles als Droge, was den menschlichen Körper in einen anderen Zustand versetzt. Kaffee, Tee und gehören sicherlich in diese Kategorie. Sind sie deswegen Drogen?

Ayahuasca macht nicht süchtig und ist meiner Meinung nach absolut keine Droge. Die Erfahrung ist häufig nicht schön, doch die langfristige Wirkung und Veränderung ist es. Eine Droge im klassischen Sinne holt uns aus einem negativen Mindset, Emotion etc. heraus und macht, dass wir uns wohl fühlen. Alkohol, Cannabis, Heroin etc. gehören sicherlich in diese Kategorie und machen weiterhin auch noch Süchtig. Meines Erachtens sind dies Drogen, Ayahuasca nicht. Doch wenn du mit einem Kleinstadt-Polizisten vom Land sprichst, dann wird er die Medizin vermutlich in eine andere Schublade stecken.

Wie nehme ich Ayahuasca am besten ein?

Im richtigen Umfeld, im richtigen Rahmen, von einem echten Schamane zubereitet und geführt. Die starke Wirkung ist nicht zu unterschätzen. Eine falsche Dosierung oder die falsche Umgebung können fatale Folgen haben. Die richtige Anwendung jedoch sehr positive Auswirkung auf dich haben. Ich empfehle es dir daher nach traditioneller Art, von echten Schamanen, an einem „guten“ Ort auszuführen. Ein „guter“ Ort, wird dir von einer Vertrauensperson empfohlen, auf deren Meinung du dich verlassen kannst. Ich persönlich habe mein Retreat im „Temple the way of light“ in Peru – Iquitos ausgeführt und kann es dir nur empfehlen.

Ein seriöser Ort wird dich übrigens viele Fragen zu deinem Hintergrund, deiner Gesundheit (körperlich und geistig) und deinen Beweggründen fragen. Fällt dies aus – lass unbedingt die Finger davon!

Welche Erfahrungen werde ich mit Ayahuasca erleben?

Dies hängt individuell von dir und von der Dosierung ab. Doch auch eine hohe Dosierung hat nicht immer den selben Effekt. Viele Erfahrungsberichte sagen „die Pflanzen geben dir genau das, was du benötigst“. Persönlich habe ich mit einer Bekannten gesprochen, die zweimal in einem Retreat war. Beim ersten Mal war sie von ihrem Job sehr ausgelaugt etc. und hatte in der Zeremonie sehr tiefe Erfahrungen (welche so persönlich waren, dass sie sie nicht im Detail erläutern wollte) und starke optische Halluzinationen. Einige Monate später, nach Reisen durch fremde Länder, viel Yoga und Meditation, wiederholte sie das Retreat. Diesmal war sie entsprechend ruhiger, glücklicher und weniger gestresst. Sie hatte kaum Effekte/Auswirkungen, erhöhte die Dosis stark und dennoch blieben die Effekte weitestgehend aus. 

Gleiches liest man übrigens über das Übergeben. Der unangenehme Effekt sei geringer, wenn sich der Körper weniger stark reinigen müsse. Eine strikte Diät, wenig chemische Hygieneprodukte etc. seien hier also von Vorteil.

Muss ich vor Ayahuasca Angst haben?

Mit Sicherheit ist Ayahuasca eine Medizin, welcher du mit Respekt gegenübertreten solltest (wie generell jeder Medizin). 

Mittlerweile ist den meisten klar, dass auch homöopathische Dosen an Wirkstoffen oder Placebos enorme Auswirkungen auf uns haben, wenn wir es uns nur in den Kopf setzen. Es wird daher generell empfohlen das Getränk nur zu konsumieren, wenn du ein „calling“, einen inneren Drang dazu verspürst. Erachtet dich der Schamane „im richtigen Zustand“ dazu zu sein und du hast den Wunsch es zu konsumieren, trete Ayahuasca gegenüber. Lass dich darauf ein, sei bereit darauf zu hören, was sie dir sagen will.

Eine negative EInstellung, Skepsis oder schlicht das Bedürfnis nach optischen Halluzinationen sind definitiv die falschen Beweggründe! Der Konsum hat häufig auch sehr unangenehme Erfahrungen, welche aber auf spiritueller Ebene sehr heilend wirken können. Du musst also offen dafür sein, nur dann kann das Getränk seine Wirkung entfalten.

22 Ayahuasca Fragen und Antworten

Gibt es Ayahuasca Nachwirkungen?

Wie die Erfahrung mit Ayahuasca selbst, gibt es auch anschließend verschiedenste Effekte. Manche werden sensitiver, bewusster für ihre Emotionen, zufriedener, dankbarer… Die einzige Nachwirkung, welche sich bei allen durchzuziehen scheint, ist eine nachhaltige positive Veränderung in ihrem Leben. Die Art der Veränderung scheint immer anders zu sein, doch mach dir darüber jetzt keine Sorgen oder Gedanken. Wie immer gilt – halte deine Erwartungen nicht zu hoch, dann wird dir die Erfahrung auch langfristig genau das geben, was du benötigst.

Ist Ayahuasca nachweisbar?

Nach ca. 3-4 Tagen ist die Einnahme nicht mehr im Blut nachweisbar. Generell gilt jedoch, dass va. unmittelbar während und nach dem Konsum keine kritischen Tätigkeiten wie Autofahren nachgegangen werden darf. Doch ich denke dies ist selbsterklärend und in meinen Augen auch absolut kein Thema – schließlich findet der Konsum idealerweise irgendwo im Dschungel in einem Retreat statt und du musst dich auf nichts, als deine Heilung konzentrieren.

Wie sieht eine Ayahuasca Diät aus?

Wie ich festgestellt habe, sieht die Vorbereitung / Diät vor einer Zeremonie abhängig vom Veranstalter häufig etwas anders aus.

Generell sieht man jedoch bei allen traditionellen Retreats die von Schamanen abgehalten werden folgendes Muster:

  1. Eine Vorbereitungsphase

Meist bestehend aus Verzicht auf Fleisch, Drogen, Sex, Fastfood, raffinierter Zucker, Alkohol, eiskalte Getränke, Eiscreme. Weiterhin soll man beginnen täglich zu meditieren, eine Intention für die Zeremonie zu setzen und sich vermehrt mit seinen Innenleben zu beschäftigen. 

Ein gutes Retreat stellt dir hierzu Vorbereitungsbücher oder Infos zur Verfügung.

2. Die Phase während der Zeremonien

In dieser Zeit ist die Ernährung und die angepasste Verhaltensweise natürlich ebenso strikt.

3. Eine Nachbereitungsphase auch Integrationszeit genannt

Diese Phase geht häufig gleich lang wie die Vorbereitungsphase und schreibt gleiches Verhalten vor. Weiterhin soll man seinen Kopf vor zu starker Sonneneinstrahlung schützen und sich viel Ruhe und Zeit zur Integration bieten. Direkt zurück in den Alltag zu gehen, wäre mit Sicherheit für den gesamten Prozess und die Verarbeitung nicht sonderlich fördernd.

Im Falle meines Retreats im Temple the way of light handelt es sich um 2 Wochen Vorbereitung, Retreat, 2 Wochen Integrationszeit. Hier findest du den Link zu deren Diät.

Kann ich Ayahuasca zuhause einnehmen?

Nun, muss ich hierzu noch etwas schreiben? Bitte, lass es einfach. Solltest du nicht jahrelang mit Schamanen gearbeitet und von ihnen ausgebildet worden sein, mach es bitte nicht.

Was ist bei Depressionen und Ayahuasca zu bedenken?

Hier zeigen sich die unterschiede zwischen professionellen Veranstaltern, die dir helfen wollen dich zu heilen und denen, die schlicht dem Profit nachgehen.

Ein professionelles Retreat wird dich ausgehend zu deinem Gesundheitszustand – vor allem Mental – befragen. Sollte es in deiner Familie eine Vorgeschichte geben oder du selbst unter Psychosen, Depressionen oder ähnlichem leidest, dann wird dir vermutlich von der Arbeit mit Ayahuasca abgeraten. 

Auf diese Weise kann natürlich auch keine Heilung eintreten. Solltest du in diese Gruppe gehören und es auf jeden Fall machen wollen, dann nimm dir viel Zeit dazu. Bereite dich einige Tage darauf vor und mache etwa Tabak- und Wasserreinigungszeremonien. Dann kannst du mit deinem Heiler eine sehr kleine Dosis testen und dich ggfs. steigern. Doch dies immer alles auf eigene Verantwortung. Die Erfahrung wird sicherlich nicht schön, doch das ist es meistens nicht. Gleichzeitig ist dies aber auch der Weg, wie Wachstum und Heilung stattfinden.

Kann ich Ayahuasca trotz Medikamenten einnehmen?

Ayahuasca ist mental und körperlich reinigend. Deshalb durchgeht man während einer Zeremonie alte Ängste, Traumata etc. und reinigt sich auch körperlich in Form von Übergeben. Zur Vorbereitung wird eine Diät (siehe oben) vorgegeben, in der im Idealfall auf alle Medikamente und chemischen Produkte im und auf dem Körper verzichtet wird. 

Ggfs. kann die Einnahme von Medikamenten nicht mit Ayahuasca harmonieren. Solltest du auf diese angewiesen sein, kläre es also unbedingt vorher mit dem Veranstalter ab (in diesem Fall bitte ich dich 2x einen professionellen Veranstalter auszuwählen, dem du vertraust und für den Freunde oder Bekannte deinerseits „ihre Hand ins Feuer legen“ würden.)

Kann ich Ayahuasca während meiner Menstruation einnehmen?

Die kurze Antwort ist: Ja. Aber: Es ist kompliziert, da traditionell davon abgeraten wird. Ich bin keine Frau, dennoch habe ich mich damit befasst. Bin jedoch zu dem Entschluss gekommen, dass Tina hierzu einen tollen Bericht verfasst hat. Ich möchte dich bei dieser Frage also an sie verweisen. Solltest du kein Englisch können, stehe ich dir bei Fragen gerne zur Verfügung! Hier gehts zum Artikel

Ist Ayahuasca gefährlich?

Nein. Verschweigst du nicht die Einnahme von Medikamenten oder mentaler Probleme, ist es ungefährlich. Denn Ayahuasca ist neutral und bringt langfristig keine Probleme für dich auf. Überall auf der Welt werden seit Jahrhunderten Zeremonien abgehalten und es verhält sich mit unseren Medien wie mit allem: 1mio. Flüge kommen pünktlich ans Ziel und du hörst nichts davon. 1 Flugzeug hat technische Probleme und muss Notlanden – die ganze Welt erfährt innerhalb von Sekunden davon. 

Es gibt einen Bericht, bei dem sich zwei Männer Verstritten hatten und nach der Zeremonie ein Mord stattfand. Nun wenn du dir darüber Sorgen machst, solltest du dir statistisch lieber Sorgen darüber machen von einem Auto überfahren zu werden oder an Grippe zu sterben.

Erlebe ich auf Ayahuasca einen Horrortrip?

Vielleicht. Doch vielleicht ist es ein Horrortrip, der dein Leben nachhaltig positiv verändert. Während manche nur lachen und glücklich sind, erleben tatsächlich manche einen Horrortrip auf Ayahuasca. Viele berichten davon „zu sterben“, „sich selbst tot gesehen“ zu haben, „gegen Dämonen zu kämpfen“ oder ähnliches. Aber die meisten davon berichten auch anschließend „neugeboren“ zu werden, „auf zu erstehen“ oder „die Dämonen“ besiegt zu haben. 

Die Schamanen (Heiler der Amazonasvölker) weisen diese Ayahuasca Horrortrip Erfahrungen dem ablegen von alten Ängsten (Dämonen), freilassen von unterdrückten Emotionen (Neugeburt), oder dem Erkenne von Vergänglichkeit (Tod) zu. 

Etwa zu erkennen, dass alles vergänglich ist,

Woraus besteht Ayahuasca?

Ayahuasca (übersetzt: „Pflanze der Geister“) ist eine traditionelle von Amazonasvölkern benutzte Medizin in Form eines Getränks. Es setzt sich in dieser traditionellen Form aus zwei Pflanzen zusammen: 

  1. Die Liane Banisteriopsis caapi
  2. Eine weitere Pflanze, welche den Wirkstoff DMT (Dimethyltryptamin) enthält. Dies kann etwa der Kaffeestrauch Psychotria viridis sein.

Während DMT etwa für Halluzinationen verantwortlich sein kann, ist die Liane notwendig, um den raschen Abbau von DMT im Körper zu verlangsamen.

Kann ich Ayahuasca auch ohne Schamane einnehmen?

Nun, muss ich hierzu noch etwas schreiben? Bitte, lass es einfach. Solltest du nicht jahrelang mit Schamanen gearbeitet und von ihnen ausgebildet worden sein, mach es bitte nicht.

Wie sollte ich meine Ayahuasca Zeremonie vorbereiten?

Mit einer richtigen Diät, mentalen Vorbereitung, dem Setzen einer Intention und einem starken Commitment (Gelübde). Ayahuasca ist keine Droge und macht nicht sonderlich „Spaß“. Deine Motivation sollte Heilung sein, nimm das Thema daher bitte ernst. 

Wenn das Retreat dir vorgibt mehrere Wochen Diät zu halten und auf sexuelle Handlungen jeder Art zu verzichten, dann hinterfrage es nicht, sondern tu es einfach!

Niemand sagt dass es leicht wird, aber wie Einstein schon sagte: Die Denkweise, die uns ein Problem bereitet hat, führt nicht zur Lösung des Problems. Daher verhalte dich anders, sei streng und doch liebevoll mit dir, dann wirst du die Heilung erhalten.

Warum sollte ich Ayahuasca einnehmen?

Diese Frage musst du dir selbst, aus deinem Bauch heraus ehrlich beantworten können. Wenn nicht, rate ich dir davon ab, mit Ayahuasca aktuell zu arbeiten.

Wenn du einen „Ruf“ in dir verspürst und alte Laster ablegen und Heilung erfahren möchtest, dann scheinst du auf dem richtigen Weg zu sein. Dieser Grund hat dich vermutlich auch hierher geführt. 

Solltest du noch Fragen haben, lass es mich unbedingt wissen! Ich stehe dir gern zur Verfügung!

Ich bin weder Arzt, Psychater, noch Schamane. Diese Antworten ergaben sich aus meiner Recherche, die Richtigkeit gilt es zu überprüfen. Dies ist keine Empfehlung Ayahuasca zu konsumieren. Solltest du es vorhaben, empfehle ich es UNBEDINGT im richtigen Rahmen einzunehmen. Die starke Wirkung ist nicht zu unterschätzen. Eine falsche Dosierung oder die falsche Umgebung können fatale Folgen haben. Die richtige Anwendung jedoch sehr positive Auswirkung auf dich haben. Ich empfehle es dir daher nach traditioneller Art, von echten Schamanen, an einem „guten“ Ort auszuführen. Ein „guter“ Ort, wird dir von einer Vertrauensperson empfohlen, auf deren Meinung du dich verlassen kannst. Ich persönlich habe mein Retreat im „Temple the way of light“ in Peru – Iquitos ausgeführt und kann es dir nur empfehlen. 

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