5 Tipps für ein erfülltes Leben

ARTIKEL, 15. DEZEMBER 2018

Seit einigen Jahren führe ich ein (recht) einfaches und sehr erfülltes Leben. Materielle Dinge wurde ich durch mehrere Umzüge los, da ich mich bei jedem Mal radikal von ihnen trennte. Hin und wieder wurde mein Leben wieder komplexer, weil ich mal wieder auf die Konsumfalle hereinfiel. Eine neue Uhr hier, eine App dort… doch irgendwann reflektierte ich, dass diese Dinge mein Leben nicht erfüllter machen. Im Gegenteil! Jedes Objekt erfordert Aufmerksamkeit und ggfs. Pflege. Jede App erfordert Updates und verbraucht schlussendlich meine Kapazität so sehr, wie die meines Smartphones. Als ich schließlich meine Wohnung aufgab und eine 10 Monatige Weltreise startete, waren meine Besitztümer nur noch sehr überschaubar. In dieser Zeit arbeitete ich mit Schamanen im Dschungel von Peru, meditierte in Thailand mit Mönchen und lebte in Sri Lanka in einem buddhistischen Kloster. In diesen Monaten lernte ich 5 Tipps für ein erfülltes Leben, welche ich dir heute gerne vorstellen möchte. Gute Unterhaltung!

Im Kloster erlernte ich bei Mönchen und Nonnen die Vipassana Meditation. Auf dem Bild ist Schwester Dhamma Chari zu sehen
Meine buddhistische Lehrerin im Kloster in Sri Lanka

5 Tipps für ein erfülltes Leben

Ein einfaches Leben zu führen bedeutet, sich zurückzuziehen, damit man Platz zum Atmen hat. Es geht darum weniger zu tun, weil man erkennt, dass mehr zu haben und mehr zu tun, nicht automatisch zu mehr Glück führt. Es geht darum, Freude an den einfachen Dingen zu finden und sich mit Ruhe, einer veränderten Denkweise einen nie dagewesenen Frieden im Augenblick zu finden.

In den letzten Jahren konnte ich so 5 Prinzipien für ein erfülltes Leben herauskristallisieren. Diese habe ich dir hier zusammengefasst:

1. Werde dir selbst klar was du in deinem Leben möchtest!

Beziehungsweise mache dir klar, was du ab jetzt nicht mehr in deinem Leben haben möchtest. Was kannst du ab jetzt einfach nicht mehr akzeptieren? Sage klar NEIN dazu!

Es ist zwar gut eine offene Geisteshaltung zu besitzen und JA zu neuen Dingen zu sagen. Doch wir müssen lernen auch zu unterscheiden was unser Leben wirklich bereichert. Im Buch Die Kunst des guten Lebens untersucht Rolf Dobelli diesen Aspekt sehr stark. Er geht dabei darauf ein, dass nicht jede vermeintliche neue Errungenschaft für ein erfüllteres Leben sorgt.

Lass mich dir ein Beispiel aufführen: Wie hoch ist die Durchschnittsgeschwindigkeit deines Autos? Dein Bordcomputer wird dir vermutlich einen Wert zwischen 30-50km/h anzeigen. Dies ist der Durchschnitt der Geschwindigkeiten, welche während des Betriebs des Autos gefahren werden. Doch diese Berechnung ist falsch! Korrekterweise müsste man auch die Zeiten hinzurechnen, in denen das Auto in der Werkstatt steht und nicht fährt. Ausserdem müsste man deine Arbeitszeit hinzu rechnen, welche du aufwenden musst, um dir das Auto und den Sprit leisten zu können. Sowie die Zeit, die du für die TÜV- und Landratsamtbesuche aufwenden musst. Schlussendlich erhält man einen Wert der zwischen 3-5km/h liegt! Also weniger als der durchschnittlichen Schrittgeschwindigkeit. Verrückt, oder? Ich möchte nicht sagen, dass du dein Auto verkaufen sollst. Doch wie ich finde, veranschaulicht dieses Beispiel sehr gut, wie verzerrt wir den Einfluss von Dingen auf unser Leben wahrnehmen.

Solltest du dir also wieder einmal überlegen ob eine neue App, neue Kopfhörer, oder die Mitgliedschaft in einem Club dein Leben wirklich bereichern… dann denke an dieses Beispiel und kreiere dir stattdessen ein erfülltes Leben, in dem du deine Prioritäten wirklich umsetzt.

Lerne öfter NEIN zu sagen, um zu den Sachen die du wirklich willst, JA sagen zu können

Die Kraft der Gegenwart von Eckhart Tolle ist ein Meisterwerk für ein erfülltes Leben

 

2. Wir schaffen unseren Ärger selbst

All der Stress, all die Frustrationen und Enttäuschungen, all die Geschäftigkeit und Eile… wir erschaffen sie mit den Anhaftungen in unseren Köpfen. Wenn wir loslassen, können wir uns entspannen und einfacher leben. Wie das geht? Durch eine neue Denkweise.

Früher war ich häufig gestresst über meine Zukunft und machte mir Sorgen darüber, was andere von mir dachten. Ich war unglücklich und wusste nicht einmal weshalb. Weil „der Lehrer kommt, wenn der Schüler bereit ist“, stiess ich irgendwann auf „Jetzt“ von Eckhart Tolle. Dieses Buch veränderte mein Leben gänzlich (meine Meinung zum Buch findest du hier). Danach lernte ich das Thema Meditation kennen und so führte ein Schritt zum nächsten.

Heute sind meine Gedanken geordnet und meist reflektiert. Ich bin „im Jetzt“ und Emotionen wie Ärger oder Angst übermannen mich immer seltener. Im Vipassana Retreat auf Sri Lanka konnte ich mein Wissen, sowie meine Meditationstechnik noch weiter vertiefen. Wenn mich heute daher jemand fragt, was er für ein erfülltes Leben und mehr Glück im Leben machen kann, ist meine Antwort sicherlich immer: Meditation! (Es ist kein Zufall, dass die 100 erfolgreichsten Menschen alle meditieren).

Lerne zu meditieren

3. Ablenkung, Beschäftigung und ständiges Umschalten sind mentale Gewohnheiten

Wir brauchen keine dieser Gewohnheiten, aber sie entwickeln sich leider im Laufe der Jahre, weil sie uns trösten. Wir können einfacher leben, indem wir diese mentalen Gewohnheiten loslassen. Wie wäre das Leben ohne ständigen Wechsel, Ablenkung und Geschäftigkeit? Man versucht uns heute zu vermitteln, dass Multitasking gut ist. Dabei ist ganz klar wissenschaftlich bewiesen, dass wir bessere (und schneller) Ergebnisse erzielen, wenn wir eine Aufgabe nach der anderen erledigen.

Während ich schon im Studium lernte, den Flugmodus während dem Lernen einzuschalten. Habe ich Jahre gebraucht, um zu verstehen weshalb Mönche beim Essen nicht sprechen. Sie essen wenn sie essen. Sie gehen wenn sie gehen. Und wenn sie sprechen, sprechen sie. Dadurch können Sie stets ihre volle Aufmerksamkeit auf den Moment richten. Die Tiefe die das eigene Leben nach wenigen Tagen dieser Lebensart gewinnt, ist nicht in Worte zu fassen.

Fokussiere dich

4. Finde Freude an einfachen Dingen

Erinnerst du dich an einen Moment, in dem du tief glücklich und gerührt warst? Ich habe das Das 6 Minuten Tagebuch für deine Morgenroutineoft bei guten Gesprächen an sommerlichen Abenden mit Freunden, oder beim Spazieren im Wald.

Ich habe mir beigebracht, diese Freude auch täglich an weiteren sehr einfachen Dingen zu finden. Ein gutes Buch, das Gefühl nach der Meditation oder ein toller
Song befriedigen mich seither unglaublich stark. Um dies zu erlernen und ein erfülltes Leben zu haben, rate ich dir ein sogenanntes Dankbarkeits Journal zu führen. Wie du ein Journal kreativ und produktiv zugleich führen kannst, habe ich dir in diesem Artikel aufgearbeitet – Journal führen.

 

Führe ein Dankbarkeits Journal

5. Übe nichts zu tun

Wie oft tust du eigentlich nichts? Okay, technisch gesehen tun wir immer „etwas“, aber du weißt, was ich meine – setz dich doch einfach mal hin und tue nichts. Du musst nichts planen, keine Gespräche Revue passieren lassen, Arbeit erledigen oder sonst etwas, während du nichts tust.Tue einfach mal nichts. Erreiche nichts, kümmere dich um nichts. Was dabei passiert, ist, dass du anfängst, die Gewohnheit deines Gehirns zu bemerken, etwas erledigen zu wollen. Es wird sich fast juckend anfühlen und vermutlich möchtest du nun auf dein Smartphone schauen…

Dieses vorgehen entlarvt unsere mentalen Gewohnheiten. Setz dich einfach eine Weile hin und widersetze dich dem Drang, etwas zu tun. Nach ein paar Übungen wirst du gut darin werden, nichts zu tun. Klingt komisch, ist aber unglaublich befreiend und führt dabei zur mentalen Gewohnheit der Zufriedenheit, sowie der Dankbarkeit und damit zu einem erfüllten Leben.

Übe dich darin im Moment zu sein

 

Erfülltes Leben Buchempfehlung: Mögest du glücklich sein.
Nicht nur für Frauen – auch mich inspiriert Laura regelmäßig! Ihr Buch ist absolut lesenswert und möchte ich dir daher gerne ans Herz legen!

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